Ulla Kutter

Kurz-Vita

 

Ulla Kutter wurde in Hamburg geboren, sie hat eine Tochter und ist verheiratet.

 

Nach zwei Semestern an der Fachhochschule für Gestaltung hat sie zu einer Ausbildung und Arbeit im sozialen Bereich gewechselt. Heute arbeitet sie teil als Malerin, teil als Sozialarbeiterin.

Gemalt habt sie mein ganzes Leben lang mit unterschiedlichen Mitteln und seit 2004 mit Ölfarbe. 2011 hat sie begonnen, auch auszustellen. Nach zwei Jahren in der Kulturetage Altona teilt ich nun ein Atelier mit einer Malerin im „Westgate“ in Altona.

Kutter malt Bilder auf Leinwänden und Holz mit Ölfarben. Die Motive sind aktuelle Bilder (nach eigenen Fotos) die mit einer alten Technik gemalt werden (Flächen verbinden, Schichten, Lasuren). Fotorealismus ist nicht ihr Ziel, sondern eine eigene Interpretation einer Situation.

Der Fokus liegt auf Atmosphäre, Lichteinfall und Farben.

 

Bisherige Ausstellungen:

 

Teilnahme an Gruppenausstellungen:

Formart Glinde (2012, 2013 und 2015)

Malerweekend in Reinbek (2012, 2013, 2014, 2015)

Kunst Altonale 2011, 2012, 2018

Alsterart 2015, 2016

Open-Air-Gallery Berlin 2016, 2017

Galerie Morgenland 2017

 

Einzelausstellungen:

2013 Ausstellung mit 2 anderen Künstlerinnen in Schönberg an der Ostsee

2014 Einzelausstellung im Kulturhaus Eppendorf, Hamburg

2016 – 2019: Vertreten in der Arte gallery am Airport

2017 Einzelausstellung in der Galerie Morgenland Hamburg

2019 Gutshaus Glinde „Cityscapes“, Einzelausstellung

2020 Pop Up Gallerie Grindel Hamburgallee, Hamburg, „related“ Ausstellung mit Ellen Kutter

2020 Hamburger Kunstgalerie, Gänsemarktpassage Hamburg.

 

 

Artist's Statement

 

Ulla Kutter malt Ölgemälde auf Leinwänden oder Holz.

 

Ihre Materialien sind Ölfarbe, Leinwände, Öl und vor allem Pinsel zum Farbauftrag und trockene Pinsel zur Vermalung der verschiedenen Farben.

Die Technik ist angelehnt an die alten Holländischen Meister, wie Vermeer. Vermeer ist weniger ein Idol für sie; vielmehr ist die Ästhetik seiner Maltechnik in ihren Bildern entscheidend für das abschließende Potential der Bilder. Nur mit der Verwendung von Ölfarben sind weiche Übergänge zwischen den unterschiedlichen Farbflächen, enorme Leuchtkraft und halbtransparente Lasuren möglich.

 

Kutters Motivwahl erklärt sich aus der Nähe zur Streetart und ihrem Alltag in der Stadt. Die Stadt ist kaputt, chaotisch und gleichzeitig glänzend und leuchtend.  Die Wahrnehmung ihrer Umgebung (meist die Stadt) ist geprägt durch den Fokus auf disharmonische Kompositionen und deren Ästhetik. Der Weg zum letztendlichen Motiv auf dem Gemälde beginnt mit einer Idee, die den Ursprung in ihrem Alltag hat, beispielsweise die Ansichten, die sich beim alltäglichen Einkaufen im Supermarkt bieten. Als nächstes folgen oft viele Fotografien mit der Smartphonekamera. Meist nutzt Kutter jedoch keine kompletten Fotografien als Vorlage, sondern setzt Bildinhalte aus mehreren Fotografien, die sie von einer Situation gemacht hat, zusammen.

 

Diese Art der Umweltwahrnehmung bezieht sich auch auf die Menschen in ihrer Umgebung: Menschen, die sie im Alltag sieht so zu zeigen, wie sie sind, nämlich teils ebenso disharmonisch wie die Stadt in der sie Leben. Gerade diese bestimmten Divergenzen erzeugen ein beabsichtigtes Spannungsverhältnis.

Die Alltagssituationen und -begegnungen mit einer an Vermeers Strategie angelehnten Maltechnik dazustellen ist Teil dieser Disharmonie. Der Prozess des farbsensiblen, weichen, langsamen Malens steht im Kontrast zur Geschwindigkeit und Gleichgültigkeit des Alltages.

 

Kutter schafft mit den Bildern eine Möglichkeit für eine andere Wahrnehmung: Wenn ein Mensch beispielsweise weiß, dass sich in einem Regentropfen an der Fensterscheibe die Farben der Umgebung spiegelverkehrt wiederfinden, so wird das segmentiertes Sehen geschult und die Wahrnehmung verändert.

 

Ulla Kutter,

Hamburg Mai 2020

 

 

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