Michael Ottavio (MO)

„Als Künstler möchte ich Gemälde entwickeln, die eine Geschichte erzählen, die DEIN Geist beim Betrachten erschafft.“ MO


Michael Ottavio ist ein autodidaktischer Künstler und lebt in der Nähe von Hamburg.

Durch die Anwendung einer Abstraktion in seinen Gemälden und Objekten konzentriert sich MO auf die Idee des „öffentlichen Raums“ und genauer auf Räume, in denen jeder jederzeit alles tun kann: den nicht-privaten Raum, ein Raum, der wirtschaftlich uninteressant ist.

Seine Bilder beziehen sich nicht immer auf erkennbare Formen und Gestalten. Die Ergebnisse werden oft so weit dekonstruiert, dass Bedeutungen verschoben und mögliche Interpretationsmöglichkeiten vielfältig werden.

Indem er das allgegenwärtige Verweilen einer „Unternehmenswelt“ demonstriert, schafft er intensive persönliche Momente. Geschaffen durch seine Regeln und Unterlassungen, Akzeptanz und Verweigerung, die den Betrachter immer wieder in Kreise locken.

In seinen Arbeiten geht es oft um den Kontakt zu grundlegenden „lebendigen“ Elementen. Energie (Wärme, Licht, Wasser), Raum und Landschaft werden auf weniger offensichtliche Weise untersucht und manchmal auf absurde Weise entwickelt. Auf der Suche nach neuen Methoden zum „Lesen der Stadt“ verweisen MOs Arbeiten auf postkoloniale Theorie ebenso wie auf die Avantgarde oder die Postmoderne.

Eine Form des Widerstands gegen die Logik des kapitalistischen Marktsystems.


Michaels Arbeiten sind oft geprägt von der Verwendung von Alltagsgegenständen in einer Atmosphäre bürgerlicher Mentalität, in der Wiedererkennung eine wichtige Rolle spielt. Indem er das Alltagsleben thematisiert und dabei die Alltagsästhetik bürgerlicher Werte kommentiert, schafft er Arbeiten mit kreativen Spieltaktiken, die jedoch nie freizügig sind.

Spielen ist eine ernste Angelegenheit: Während des Spiels gelten andere Regeln als im Alltag und selbst Alltagsgegenstände werden einer Wandlung unterzogen. Sie sehen Materialien wie Bänder, Metall, Holz und andere, die auf die Leinwand gebracht wurden. Leinwand selbst auf Leinwand, manchmal kaputt, schief, unsauber.

Seine Arbeiten zeigen, wie sich das Leben über seine eigenen subjektiven Grenzen hinaus erstreckt und erzählen oft eine Geschichte über die Auswirkungen globaler kultureller Interaktionen in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts. Es fordert die Binärdateien heraus, die wir ständig zwischen dem Selbst und dem Anderen rekonstruieren, zwischen unserem eigenen „Kannibalen“ und „zivilisierten“ Selbst.

 

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